Führe oder sterbe: Die Auslese: Nur die besten überleben – Joelle Charbonneau

AUSLESE

Gebundene Ausgabe 416 Seiten

Erschienen im Penhaligon Verlag

Preis: 16,99 €

Band 1 der „Auslese“ Trilogie

Originaltitel: The Testing

Kurzbeschreibung:

Malencia Vale kann sich mehr als glücklich schätzen, denn sie wurde zu der Auslese eingeladen. Mit den Besten der Besten tritt sie dort zu den einzelnen Tests an, die darüber entscheiden ob sie zur Universität kann. Dort wird man ihr beibringen die durch Krieg zerstörte Welt  wieder aufzubauen. Cia ist von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt, und dadurch erkennt Cia, dass nur die Besten überleben.

Meine Meinung:

In dem YA (Young Adult) Genre sind Dystopien so leicht zu finden wie Sand am Meer. Es gibt sie in allen möglichen Variationen und Stilrichtungen, aber dennoch haben viele eines gemeinsam: sie werden als das neue „Die Tribute von Panem“ angepriesen. Aber nie hat mich ein Buch so sehr nach „Panem“ erinnert, wie „Die Auslese“. Was sich zuerst ziemlich negativ anhört, aber es hatte schon auch seine guten Seiten.

Die Charaktere in dem Buch waren wirklich nicht schlecht ausgearbeitet. Unsere Protagonistin Malen“Cia“ Vale war sehr sympatisch und  hat mich durch ihre schlaue und starke aber dennoch menschliche Persönlichkeit sehr gefallen. Die Nebencharaktere in dem Buch waren teils gut, teils weniger gut ausgearbeitet. Die Familie von Cia wirkte sehr realistisch, wenn man die Umstände bedenkt. Tomas, der Love Interesest war für mich etwas zu eindimensional und wirkte zu „perfekt“. Dahingegen haben mich einige der anderen Prüflinge der „Auslese“ sehr interessiert und sie waren sehr gut dargestellt.

Einer der Sachen die ich am Buch nicht sonderlich gut fand, war der Schreibstil. An sich war der Schreibstil nicht sonderlich schlecht – einfach und flüssig, aber leider war er etwas zu emotionslos und er ließ mir keine Möglichkeit mich wirklich mit dem Buch emotional zu verbinden. Der Schreibstil erzeugte eine Distanz zwischen mir und dem Buch, was ich wirklich schade fand.

Die Handlung war für mich wirklich ein hin und her. Das Buch war streckenweise ziemlich langatmig und es hat sich lange gezogen. Aber das Buch konnte dennoch an einigen Stellen an Tempo gewinnen. Die ersten 100 Seiten waren für mich schon interessant, auch wenn ich fand, dass man das alles auch in 50-70 Seiten unterkriegen könnte um der Handlung im Buch ein besseres Tempo zu geben.

Die nächsten 100 Seiten haben mich dann sehr gefesselt. Diese spielten sich um die Tests und darauf war ich sehr gespannt und wurde von der Autorin dahin gehend (weitgehend) nicht hängen gelassen! Es war spannend und wirkte nicht langsam. Aber dann waren diese 100 Seiten zu ende – und jetzt kommen wir zu meiner „Panem Kritik“.

Ich werde nicht allzu genau beschreiben, wieso mich dieses Buch ab einen bestimmten Punkt sehr an „Panem“ erinnert hat, denn dann würde ich zuviel vorweg nehmen. Aber soviel sei gesagt, es erinnerte sehr an die Hunger Spiele.

Aber auch die Liebesgeschichte zwischen Cia und Tomas wirkte sehr „Katniss und Peeta“-like. Aber anders als dort war die Liebesgeschichte hier sehr flach und wenig leidenschaftlich. Dieser Teil der Geschichte nahm sehr viel Platz in der  gesamten Geschichte ein und machte die guten Aspekte des Buches etwas nieder.

Aber nichtsdestotrotz, wenn man mit den „langweiligen Teil“ erstmal fertig ist, wird man mit einem spannenden Finale belohnt, der die fortlaufende Geschichte in der gesamten Trilogie viel Potenzial schenkt.

Fazit:

Der erste Band der „Auslese“ Trilogie hat zwar ein interessantes Konzept, welches aber etwas flach und bekannt vorkommt. Aber obwohl das Buch streckenweise sehr langatmig ist, kann das Buch an einigen Stellen sehr spannend sein und mit einer sympatischen Protagonistin überzeugen.

3,5

Buchtrailer (Englisch):

Infos zur Reihe:

In der Original, als auch in der deutschen Sprache ist bisher nur der erste Teil erhältlich. Im Englischen wird der zweite 2014 unter dem Titel „Independent Study“ erscheinen. Dann gibt es auch im Englischen eine Kurzgeschichte die Chronologisch vor dem ersten Band spielt, „The Testing Guide“.

 

Vielen dank an den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares

 

 

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