Ich wollte dir da jemanden vorstellen: Das ist also mein Leben – Stephen Chbosky

Anmerkung: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen (The Perks of being a Wallflower)

Taschenbuch 2011  (Auch erhältlich unter dem Namen „Vielleicht lieber Morgen„)

Erschienen im Heyne Verlag

Originaltitel: The Perks of being a Wallflower

Preis: 12.99€

Kurzbeschreibung:

Charlie hat es nicht leicht im Leben, aber als sein Bester Freund sich umbringt, braucht er eine Person zum Reden. Da wendet er sich an dich. Er schreibt Briefe an dich, in denen er von seinem Leben erzählt, seine Familie, die komplizierter nicht sein könnte und er redet über Sam und Patrick. Zwei Freunde die Charlie zeigen, was es bedeutet wirklich zu Leben.

Meine Meinung:

Ich bin jetzt mal ganz ehrlich. Ich habe in meinem Leseleben viele Bücher gelesen. In vielen gab es tragische Momente, aber nie habe ich auch nur eine Träne verdrückt. Bis jetzt.

Das Buch war so wunderbar schön in seiner Art zu erzählen. Das Buch besteht aus Briefen, die Charlie an den Leser direkt schreibt ( immer eingeleitet mit „Lieber Freund“). Charlies Gedanken und Kommentare zu Leuten in seiner Umgebung und Dingen in seinen Leben sind so lustig, poetisch  traurig und einfach wunderschön zu lesen. Charlie ist wohl einer der wenigen Menschen, die wirklich ein Herz aus Gold haben. Er verurteilt keinen und richtet nicht, er macht sich aber seine Gedanken und versucht alles zu verstehen und will auch alles wissen. Ich wäre gerne weiter Charlies Brieffreund gewesen, nur um weiter seine Gedanken zu hören.

“We accept the Love we thing we deserve.” (Wir akzeptieren die Liebe, die wir zu verdienen glauben.)

Stephen Chbosky ist eigentlich Drehbuchautor, Produzent und Regisseur und hat unter anderem den Film „Rent“ und die Serie „Jericho“ geschrieben, mit denen er eine große Masse begeistern konnte. Mit seinen ersten Roman (ich hoffe es bleibt nicht dabei) ist ihn wirklich ein Meisterwerk gelungen, wenn es darum geht das Leben eines Jugendlichen Authentisch rüber zubringen. Er hat genau die Gedanken aufgefasst, die wichtig waren und hat Charlie solche Sätze sagen lassen, die jeden Liebhaber von schönen Sätzen dahin schmelzen lässt.

Wie sehr ich Charlie mag, habe ich wohl deutlich gemacht. Aber die Leute um ihn herum sind genau so fantastisch  Seine Familie, seine Freunde, sogar seine Lehrer. Aber neben Charlie fand ich Sam und Patrick toll. Sam ist ein Mädchen, dass sehr Liebenswert ist und Charlie sagt so tolle Sachen über sie. Patrick ist eher der lustige und bringt mit seinen Schwarzen Humor wieder ein Plus mehr.

Dieses Buch ist auch so speziell, weil es auch ( in irgendeiner Weise ) in das Leben der Leser eingreift. Charlies Gedanken bringen einen zum nach denken und grübeln und man vergleicht schon mit seinen Leben (hier kann ich natürlich nur von mir Reden). Charlies Gedankenstöße mögen vielleicht manchmal nur aus einen Satz bestehen, aber dieser Trifft dann genau den Punkt, der einen dazu verleitet nach zu denken.

Was mich nun zum Weinen gebracht hat? Der letzte Satz. Es würde euch nichts bringen, es einfach im Laden aufzumachen und den letzten Satz zu lesen, wenn ihr nicht wisst wer ihn sagt, oder besser, wie er es meint:)

Fazit:

Ich küre hiermit mein neues Lieblingsbuch. Man lacht und weint mit, man überlegt mit Charlie, ganz einfach, man lebt mit Charlie.

P.S.: Das Buch wurde verfilmt unter dem Titel „Vielleicht lieber Morgen“. Der Regisseur des Filmes ist Stehen Chbosky, der Autor! Ich werde mir den Film demnächst anschauen und auch eine Review machen.

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Der nächste Hype: J.K. Rowling – „Ein plötzlicher Todesfall“

Gebundene Ausgabe 576 Seite

Erschienen im Carlsen Verlag

Originaltitel: The Casual Vacancy

Preis: 24.90 €

 

Kurzbeschreibung:

Willkommen in Pagford, ein Idyll von außen, ein Kriegsfeld für den der genauer hinschaut.

Als Barry Fairbrother stirbt, ist die Kleinstadt geschockt, denn Barry hat eine große Lücke hinterlassen. Mit seinem Ableben wird ein Platz im Gemeinderat frei und als dies bekannt wird, bricht ein Krieg zwischen 2 Parteien aus. Die, die Barrys Weg fortsetzten wollen und die, die alles daran setzten seine Pläne zu durchkreuzen. In Pagford soll es nicht mehr so sein, wie es einmal war.

 

Meine Meinung:

Vorne Weg: Ich habe bisher kein Harry Potter Buch gelesen. Mag ein Schock sein, aber ich kam bisher nicht dazu. Der Grund aber warum ich mir dieses Buch gekauft habe, war nicht der Erfolg der Autorin mit ihrer Jugendbuchreihe, sondern die Geschichte des Buches hat mich brennend interessiert. Ich kann schon mal sagen, dass dieses Buch für manch einen Harry Potter Fan möglicherweise Enttäuschend sein wird. Nicht aber für mich.

Schon im ersten Kapitel lernen wir sehr viele Charaktere kennen zusammen mit ihren Geschichten und auch teilweise schon im ersten Kapitel, was sie mit Barry Fairbrother zu tun haben. Obwohl Barry ja sehr früh im Buch verstirbt, ist er trotzdem immer der Hauptcharakter im Buch. Man erfährt von ihm sehr viel, da sich die Charaktere sehr viel mit ihn beschäftigen und da nicht jeder ihn mochte, lernen wie mehrere Seiten von ihm kennen. Sonst gibt es nicht wirklichen einen Protagonisten, der von den Bewohnern von Pagford heraus sticht. Jeder ist wichtig für die Geschichte und jeder Charakter ist sehr gut ausgearbeitet worden, was bei der Anzahl von Charakteren wirklich bemerkenswert ist. Zwar gab es Charaktere die ich Absolut nicht ausstehen konnte, aber es gab keinen mit dem ich 100% Sympatien konnte.

Die Stimmung im Buch ist konstant sehr düster und drückend, da Rowling jeden Bewohner auf seine Art „entlarvt“. Denn die Bewohner machen dinge, die einen wirklich schockieren aber zum anderen total interessieren, mag sein, dass da der Spanner aus einem spricht, aber dieser Blick durchs Schlüsselloch ist im diesem Buch der Reizfaktor.

Für Junge Leser ist dieses Buch eher nichts, da es wirklich derbe Sprache gibt und sich die Bewohner der Stadt wirklich Dialoge bieten, die sehr anstößig sind.

Der Plot der Geschichte und die Komplexität ist wirklich beachtenswert. Die Autorin verbindet die Leben der Bewohner sehr gut miteinander und auch die Handlung an sich ist sehr überraschend und gut konstruiert.

Das Finale des Buches hat mich dann soweit überrascht, dass ich nicht erwartet hatte, wie durchdacht der Plan der Autorin war. Es war wirklich schockierend und emotional. Denn alles was die Bewohner der Stadt machen, hat seine Konsequenzen.

 

Fazit:

Ein Buch, dass Themen aufgreift, die in der Gesellschaft nicht aufgegriffen werden und diese mit toll ausgearbeiteten Charakteren und einen sehr tollen Schreibstil sehr gut rüber gebracht werden.

 

Trailer zum Buch (der meiner Meinung nach sehr gelungen ist):

 

 

Willkommen in…: „The Cabin in the Woods“ Review

 

Regisseur: Drew Goddard

Autoren:  Joss Whedon, Drew Goddard

Cast: Kristen Connolly, Chris Hemsworth, Anna Hutchison, Fran Kranz, Jesse Williams

Die Komplette Crew und alle anderen Infos auf IMDb

Kurzbeschreibung:

Die fünf Freunde Dana, Curt, Jules, Marty und Holden wollten sich eigentlich eine Auszeit gönnen und wollten daher in der Hütte von dem Cousin von Curt Spaß haben. Aber schnell bemerken sie, dass die Hütte im Wald was verbirgt, was viel größer ist, als sie es sich vorstellen könnten.

Meine Meinung:

Wow! Dieser Film hat die Messlatte ganz ganz hoch gesetzt.

Ich weiß, dass die Kurzbeschreibung sehr kurz ist, aber desto weniger ihr wisst, desto besser.

Eine Hütte im Wald, Jugendliche die nur Spaß haben wollen und merkwürdige Geschehnisse…Klischee Überschwemmung!! Aber es ist alles andere als eine Kopie. Es ist einer der Kreativsten Horror/Thriller Filme die ich je gesehen habe.

Was ich den Film erst einmal Positiv zuschreiben will ist, dass die Zeit vor der „richtigen Handlung“ nicht lang war. Es gab keine Langweilige Einleitung, aber keine zu kurze. Man hatte einen tollen Einblick in die Charaktere in nur 10 Minuten. Diese waren schon recht Typisiert, es gab den Coolen Sportler, die schüchterne, die Schlampe, der Streber (der nicht so aussieht) und der Junkie. Aber das alles hat einen Sinn, denn ich natürlich nicht erwähne.

Der Film ist vielleicht nicht der Große Schocker aber ein großer Spaß, der mit seinen Lachmuskel trainierenden Dialogen und den Special Effects, die wirklich toll waren. Das sagt einer der kein Fan von solchen Effecten ist, aber in diesen Film waren sie eine Wahre Kost. Der Film hat es geschafft Lustig und Gruselig zu sein.

Die fünf Freunde (nein, nicht die Kindergeschichten) werden von den Schauspielern sehr gut gespielt, ganz besonders Fran Kranz, der den Sympatischen Junkie mit seiner Mimik und allem fantastisch spielt, sorgt für eine Lustige Entlastung.

Es gab auch viele andere Lustige Punkte an dem Film, viele andere tolle Schauspieler und viele andere Punkte die ich mehr als fantastisch fand, aber ich kann sie leider leider nicht erwähnen ohne euch was vorweg zunehmen.

Der Film ist eine Wahrhaftige Hommage an der Horror Film Geschichte. Er erschreckt mit allen Klassischen Methoden, von den alten wie die von Hitchcock oder auch Moderne Wege den Zuschauer das Grauen zu leren, wie es John Carpenter oder Wes Craven mit ihren Franchise es tun.

Goddard hat mehrere Episoden der Serie „Lost“ und „Alias“ geschrieben und Whedon hat „The Avengers“ und „Toy Story“ geschrieben. Zusammen hatten beide schon mal gearbeitet, und zwar bei den  Serien „Buffy“ und „Angel“. Diese Filmbiografie zeigt ja schon sehr deutlich, wie toll dieser Film nur sein kann!

Fazit: 

Dieser Film ist eine Palette an „Awesomeness“. Der Film beeindruckt durch seine Kreativität und damit, dass er so viele Elemente anwendet, aber nicht übertreibt.

Ganz einfach Geil!

P.S. Wer bis zum Ende dran bleibt, für den gibt es eine Überraschung 😉

Trailer:

„Was wenn ich heute….“: Jay Asher & Carolyn Mackler – „Wir beide Irgendwann“

 

Kurzbeschreibung:

Emma und Josh sind beste Freunde. Aber seit einiger Zeit war die Beziehung zwischen den beiden sehr angespannt. Als Emma von ihren Vater einen Computer bekommt (und die Geschichte spielt im Jahre 1996, damals waren Computer noch „ganz neu“) kommt Josh bei ihr vorbei und gibt ihr eine AOL CD, mit der sie ins Internet kann. Sie fährt ihren PC hoch und loggt sich ein und ganz plötzlich öffnet sich eine Internetseite mit den Namen „Facebook“. Auf der sehen sie ein Bild von einer „Emma Nelson Jones“. Beide bemerken schnell, dass dies Emma ist und von dem abgeleitet was die Emma in 15 Jahren postet merkt die 1996 Emma, dass ihre Zukunft nicht ganz so schön sein soll. Das will sie ändern!

 

Meine Meinung:

Nun gut 3 Tage hab ich gebraucht um dieses Buch zu inhalieren. Das ist für meine Verhältnisse sehr sehr schnell!  Die Story hat mich von der allerersten Seite an gefesselt! Ich habe mir das Buch gekauft weil ich von „Tote Mädchen Lügen nicht“ von Jay Asher auch begeistert , aber man darf die Bücher nicht miteinander vergleichen, da er komplett unterschiedliche sind. Die Idee fand ich aber auch Klasse! Denn ich habe ich mich ständig gefragt, was ich wohl machen würde, wenn ich in der Situation der beiden komme.

Die Geschichte wird abwechseln von Emma und Josh in der Ich-Perspektive erzählt, und ich denke mal, dass Carolyn die „Emma“-Kapitel geschrieben hat, und Jay die „Josh“-Kapitel. Die beiden Protagonisten Emma & Josh waren mir sofort sympatisch. Der wechselnde Blickwinkel hat sehr gut deutlich gemacht, wie kompliziert die Beziehung der beiden ist und auch dadurch, dass wir beide Charaktere von so nah begleiten können macht das Feeling noch echter. Emma ist eine frecher Teenager, die mich mit ihrer Schnauze sofort begeistert hatte und Josh ist ein Junger Mann der versucht herauszufinden, wer er wirklich ist, was ihn sehr authentisch machte.

Obwohl dieses Buch ein Jugendbuch ist, denke ich, dass es für jede Altersklasse einen besondern Reiz hat. Für die, die ihn Teenager Alter sind, können sehr gut sehen, dass sich zwar das Umfeld verändert hat, aber die Probleme eines Jugendlichen der versucht er selbst zu sein, die gleichen sind. Für die, die in den 90′  Teenager waren, bieten dieses Buch eine „Zeitreise“ in die alte Zeit.

Der Schreibstil von Jay Asher war mir bekannt, aber in seinen Erstling war dieser noch recht düster, was natürlich auch besser zu dem Buch passte, aber hier ist er so „bunt“. Es strahlt die Jugend aus in aller seiner Energie. Carolyn Macklers Schreibstil hat mir auch sehr sehr gut gefallen, da er sehr leicht zu lesen ist, aber die Gefühle dennoch sehr gut rüber bringt. Von der Autorin werde ich sicher noch mal ein Buch lesen!

 

Fazit:

Eine Wundervolle Geschichte über zwei ganz normale Jugendliche mit der Möglichkeit die Zukunft zu ändern. Es ist authentisch und einfach schön zu lesen!

Hoffe noch auf  weitere Zusammenarbeit der beiden. Vielleicht, irgendwann:)