Charlotte Link „Der Verehrer“ – Rezension

In einem Waldstück wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die bestialisch hingerichtet wurde. Auch springt die kürzlich geschiedene Eva Fabiani sich in den Tod. Die Fäden beider Fälle lassen sich auf die 40 Jähriuge Leona Dorn zurückführen. Wie weit ist sie in der Geschichte involviert?

Charlotte Link hat mich mit ihrer Spannenden Familiensaga „Das Haus der Schwestern“ mehr als begeistert. Das Buch hatte sich zu meinen Lieblingsbücher sortiert. Ich wollte nun erfahren, ob dies ein Einzelfall war? Da habe ich nach „Der Verehrer“ gegriffen.

„Das Haus der Schwestern“ und „Der Verehrer“ haben nur eines gemeinsam, sie sind im Link Stil aufgebaut. Eine Geschichte die langsam fließt, uns aber mit regelmäßigen Twist wachhält. Der Unterschied in dieser Gemeinsamkeit ist, dass die Zeit zwischen den Überraschungen bei „Das Haus der Schwestern“ trotzdem interessant und spannend waren. Bei „Der Verehrer“ leider nicht. Die Geschichte um die beiden Todesfälle, zog sich. Es hatte aber auch was Positives. Irgendwann war es so langweilig, dass die Überraschung mehr Wirkung zeigten.

Die Story besteht aus eine großen Haupthandlung und einer kleineren Nebenhandlung. Beide wurden raffiniert kombiniert. Obwohl es oft Unerwartete Überraschungen gab, die Geschichte war oft ziemlich vorhersehbar.

Die Protagonistin Leona Dorn war für mich ziemlich platt. Zu wenig Facetten. Dafür waren paar Nebencharaktere ziemlich gut ausgearbeitet. Das Ende war für mich dann etwas zu unspektakulär.

ACHTUNG!: NICHT DIE PRODUKTBESCHREIBUNG BEI AMAZON LESEN!

Ihr könnt ruhig die Kurzbeschreibung lesen, aber nicht die Produktbeschreibung, die sich unter den Infos befindet. Die Produktbeschreibung ähnelt eher einer Inhaltsangabe. 

Fazit:

Ein Mittelmäßiger Spannungsroman der aus mehreren Geschichten besteht, raffiniert kombiniert.  Es zieht sich und ist auch bisschen lasch. Wer aber geduldig dranbleibt, wird seinen Spaß haben.

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Rezi zum Zweiteiler: Gut gegen Nordwind & Alle Sieben Wellen – Daniel Glattauer

Die Rezension befasst beide Bücher zusammen. Auch wenn ihr beide Bücher nicht gelesen habt, könnt ihr trotzdem weiter lesen, ich werde nicht mehr verraten als bei Amazon steht. Wenn ihr die Cover anklickt gelangt ihr auf die Amazon Seiten der Bücher. Unten gibt es auch die Cover der Hörbücher und des Doppelbandes. Mit einem Klick gelangt ihr auf die jeweiligen Amazon Seiten.


 

Emmi wollte nur ihr Abonnement bei der „Like“ kündigen, aber lernt Leo Leike kennen. Was mit netten Neckereien begann, entwickelt sich zu einer der außergewöhnlichsten Liebesgeschichten.

Beide Bücher bestehen rein aus Emails zwischen den beiden Protagonisten. Wer sich fragt „Emails lesen von fremden Leuten, die ich nicht kenne? Wie soll das gut sein?“, denn kann ich sagen, dass es GARNICHT gut ist.

Es ist fantastisch.

Der Schreibstil des Herren ist so lustig und Intelligent. Gags zwischen Emmi und Leo, Annäherungen zwischen Emmi und Leo und Verzweiflung zwischen Emmi und Leo, alles so so schön geschrieben, in beiden Büchern.

Jetzt kommt die Frage aller Fragen. War „Alle Sieben Wellen“ nötig? Das Ende von „Gut gegen Nordwind“ hätte auch das Ende von Emmi und Leo sein können. Für viele Leser bestimmt, aber für viele Leser UND Daniel Glattauer nicht.

Fazit zum ersten Teil:

Selten hat sich ein Buch so sehr in mein Leserherz graviert wie dieses. Eine einzigartige Erfahrung.

Fazit zum zweiten Teil:

Ich habe erwartet, dass dieses Buch toll wird, aber ich war mir sicher, dass es nicht an „Nordwind“ rankommt. Ich irrte mich.

Ich lese Bücher eigentlich nicht zweimal, aber Emmi und Leos Geschichte werde ich mir bestimmt nochmal durchlesen.

Die Hörbücher und der Doppelband: