Gin, Magierin und Killer: Spinnenkuss – Jennifer Estep

SPINNENKUSS

Taschenbuch 448 Seiten

Erschienen im Piper Verlag

Preis: 12,99€

Band 1 der Elemental Assassin Reihe

Originaltitel: Spider’s Bite

Kurzbeschreibung:

In Ashland, einer Stadt der Südstaaten, leben Menschen zusammen mit Vampiren, Magiern, Riesen und Zwergen. Gin ist eine Magierin, ein Elementar, wie sie auch genannt werden, denn diese Elementare können ein oder mehrere Elemente kontrollieren. Gin sticht aber von der Masse der Elementaren heraus, da sie gleichzeitig Auftragskillerin ist. Aber schnell geriet sie durch einen neuen Klienten in einen Sabotage Akt und muss sich selbst und die Menschen nah in ihrem Leben retten, und gleichzeitig will sie Rache, für den Verlust, der alles in ihren Leben verändert hat.

Meine Meinung:

Ich bin kritisch an dieses Buch ran gegangen, da ich kein Schimmer hatte, was ich hier zu erwarten hatte, da ich nicht so gewandt im Urban Fantasy Genre bin, aber als das Buch schon am Anfang mit so einen Knaller anfängt, war ich sicher, dass es super wird.

Und ich wurde nicht enttäuscht!

Jennifer Estep versteht es wirklich einen zu unterhalten, so ist ihre Geschichte um Gin unfassbar spannend und man findet keine Ruhe, da sie einen Twist nach den anderen raushaut. Gleichzeitig verlieren die Charaktere aber auch nicht an Glaubwürdigkeit durch diesen Plot, nein, die wachsen daran und man erkennt tolle Entwicklungen bei jeden von ihnen.

Gin ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie ist jemand, die nichts mehr in ihren Leben hat, Moral in die Tonne geworfen hat und nur noch durch das töten lebt. Diese gezeichnete Frau, die kalt wie Eis wirkt, gleichzeitig aber zu so starken Gefühlen fähig ist, war sehr realistisch dargestellt und verspricht viel für die kommenden Teile der Serie.

Die Nebencharaktere waren auch alle sehr gut herausgearbeitet, besonders Gin’s „Partner“, wenn man sie so nennen kann.

Die Love Story in diesen Buch (ja, die gibt es) war mal nicht typisch, denn hier ist das weibliche Pendant der Bad Cop und der männliche Part die Moralapostel die mit seinen Werten kämpft und diese Rekreation einer Liebesgeschichte war sehr lustig zu lesen. An sich ist die Liebesgeschichte auch nicht dominant im Buch, da die Geschichte um der Sabotage und die Rache weit aus mehr im Vordergrund steckt und die Liebesgeschichte dadurch auch leidet.

Dieser Part, der „Thriller“-Part des Buches sozusagen, war sehr spannend! Hätte man keine Fantasy Elemente in diesen Buch könnte man es als Thriller verkaufen, da es unfassbar spannend, brutal und wendungsreich ist. Die Jagt nach der Wahrheit in Ashland war genial und endet mit einen großen Spektakel.

Fazit:

„Spinnenkuss“ ist ein toller Auftakt für die „Elemental Assassin“ Reihe und überzeugt mit seinen Charakten, Plot und Ideen. Ich werde definitiv den zweiten Band „Spinnentanz“ lesen, soweit er draußen ist!

4,5 Sterne

Die Elemental Assassin Reihe:

Die Reihe hat im Original schon 11 veröffentlichte Bücher und der 12. und letzte Teil erscheint voraussichtlich 2014 (Goodreads Seite der Reihe). Zwischen den Büchern gibt es unzählige Kurzgeschichten.

Im deutschen ist bisher nur der erste Teil draußen und der zweite „Spinnentanz“ erscheint am 14. April.

Die Flucht war nur der Anfang: Vollendet – Der Aufstand – Neal Shusterman

vollendet-der-aufstand

Gebundene Ausgabe 544 Seiten

Erschienen im Sauerländer Verlag

Preis: 16,99€

Band 2 des Vollendet Quartetts

Originaltitel: Unwholly

SPOILER ALERT

Kurzbeschreibung:

Connor, Risa und Lev…alle drei entflohen sie der Umwandlung ohne zu wissen, was dass für Konsequenzen haben würde. Connor, der einst gegen alles rebellierende Junge muss nun hunderte von Jugendlichen von ihrem Schicksal bewahren. Risa, die taffe Ausgestoßene, sieht sich als fünftes Rad an der Revolution und Lev, er ist nicht wieder zu erkennen. Einer wird entlarvt, einer wird flüchten und einer der drei wird auf Campus Comprix treffen, der Junge, den es nicht geben dürfte.

Erster Satz: Als sie ihn holen kommen, hatte er gerade einen Albtraum.

Meine Meinung:

Der erste Band „Vollendet“ von Neal Shusterman hatte mich schon begeistert, es war spannend, unvorhersehbar und sehr sozialkritisch. Und im zweiten Band ist er mit all dem und mehr auf ein nächstes Level gestiegen.

Angefangen bei den Charakteren! Unsere drei Protagonisten waren mir zwar nie ganz sympathisch aber sie sind perfekt für die Geschichte! Der Aspekt der Umwandlung (Was ist die Umwandlung? Schau dir meine Rezension zum ersten Band an:) erzwingt auf diese drei Individuen einen großen Einfluss, und die Entwicklung der einzelnen Charaktere ist enorm, aber verständlich!

In diesem Buch kommen aber auch neue Charaktere hinzu. Diese haben die Geschichte um einiges beeinflusst, Starkey, der Unberechenbare, Miracolina, die Leichtgläubige, und Cam… was Cam „ist“ möchte ich gar nicht sagen, ich finde, dass sollte eine Überraschung für jeder man sein.

Dann gibt es da noch Nelson…einen Fiesling der besonderen, grausamen und kalten Art!

Der Schreibstil des Autoren ist einer der besten die ich je lesen durfte! Spannend, poetisch gelegentlich sogar aber immer schnell und fesselnd! Man fliegt förmlich durch die Seiten – es ist großartig! Dann mochte ich wie Neal Shusterman seine Story an sich aufgebaut hat. Man merkt, dass er sich große Mühe gegeben hat beim Plot, denn dieser wirkt toll durchdacht (beim Ende besonders – wenn alles zusammen läuft)! So passiert am Anfang eine Sache, die dann Seiten über Seiten nicht aufgegriffen wird, bis dann schon fast vergessen von dieser einen Sache von einer anderen Sicht erzählt wird! Sehr genial!

Neal Shusterman hat sein System sehr Ernst genommen und es ist mehr als nur eine reine Horror „Fantasie“. Die Umwandlung hat er mir so logisch erklärt, dass ich förmlich Angst hatte, dass es auch wirklich passieren könnte.

Fazit:

Neal Shusterman, du Genie! Ein genialer, twisted Plot, tolle neue Charaktere und die alten sind zurück, besser than ever! Shusterman hat eine tolle Idee gehabt, aber hat sie weiter bedacht und hat ein ziemlich komplexes System erstellt!

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Trailer (deutsch):

Infos zur Reihe:

“Vollendet” ist der erste Teil der vier bändigen Serie. Vollendet – Der Aufstand der zweite. Im deutschen sind bisher die ersten beiden erschienen, im englischen gibt es schon den zweiten Teil “UnWholly” und auch eine Kurzgeschichte die zwischen Band 1 und 2 spielt und zwar “UnStrung”. Der dritte wird im englischen “UnSouled” heißen und erscheint am 7. November! Der vierte und finale Teil wird „Undivided“.

 

Führe oder sterbe: Die Auslese: Nur die besten überleben – Joelle Charbonneau

AUSLESE

Gebundene Ausgabe 416 Seiten

Erschienen im Penhaligon Verlag

Preis: 16,99 €

Band 1 der „Auslese“ Trilogie

Originaltitel: The Testing

Kurzbeschreibung:

Malencia Vale kann sich mehr als glücklich schätzen, denn sie wurde zu der Auslese eingeladen. Mit den Besten der Besten tritt sie dort zu den einzelnen Tests an, die darüber entscheiden ob sie zur Universität kann. Dort wird man ihr beibringen die durch Krieg zerstörte Welt  wieder aufzubauen. Cia ist von Stolz erfüllt – bis die erste Kandidatin stirbt, und dadurch erkennt Cia, dass nur die Besten überleben.

Meine Meinung:

In dem YA (Young Adult) Genre sind Dystopien so leicht zu finden wie Sand am Meer. Es gibt sie in allen möglichen Variationen und Stilrichtungen, aber dennoch haben viele eines gemeinsam: sie werden als das neue „Die Tribute von Panem“ angepriesen. Aber nie hat mich ein Buch so sehr nach „Panem“ erinnert, wie „Die Auslese“. Was sich zuerst ziemlich negativ anhört, aber es hatte schon auch seine guten Seiten.

Die Charaktere in dem Buch waren wirklich nicht schlecht ausgearbeitet. Unsere Protagonistin Malen“Cia“ Vale war sehr sympatisch und  hat mich durch ihre schlaue und starke aber dennoch menschliche Persönlichkeit sehr gefallen. Die Nebencharaktere in dem Buch waren teils gut, teils weniger gut ausgearbeitet. Die Familie von Cia wirkte sehr realistisch, wenn man die Umstände bedenkt. Tomas, der Love Interesest war für mich etwas zu eindimensional und wirkte zu „perfekt“. Dahingegen haben mich einige der anderen Prüflinge der „Auslese“ sehr interessiert und sie waren sehr gut dargestellt.

Einer der Sachen die ich am Buch nicht sonderlich gut fand, war der Schreibstil. An sich war der Schreibstil nicht sonderlich schlecht – einfach und flüssig, aber leider war er etwas zu emotionslos und er ließ mir keine Möglichkeit mich wirklich mit dem Buch emotional zu verbinden. Der Schreibstil erzeugte eine Distanz zwischen mir und dem Buch, was ich wirklich schade fand.

Die Handlung war für mich wirklich ein hin und her. Das Buch war streckenweise ziemlich langatmig und es hat sich lange gezogen. Aber das Buch konnte dennoch an einigen Stellen an Tempo gewinnen. Die ersten 100 Seiten waren für mich schon interessant, auch wenn ich fand, dass man das alles auch in 50-70 Seiten unterkriegen könnte um der Handlung im Buch ein besseres Tempo zu geben.

Die nächsten 100 Seiten haben mich dann sehr gefesselt. Diese spielten sich um die Tests und darauf war ich sehr gespannt und wurde von der Autorin dahin gehend (weitgehend) nicht hängen gelassen! Es war spannend und wirkte nicht langsam. Aber dann waren diese 100 Seiten zu ende – und jetzt kommen wir zu meiner „Panem Kritik“.

Ich werde nicht allzu genau beschreiben, wieso mich dieses Buch ab einen bestimmten Punkt sehr an „Panem“ erinnert hat, denn dann würde ich zuviel vorweg nehmen. Aber soviel sei gesagt, es erinnerte sehr an die Hunger Spiele.

Aber auch die Liebesgeschichte zwischen Cia und Tomas wirkte sehr „Katniss und Peeta“-like. Aber anders als dort war die Liebesgeschichte hier sehr flach und wenig leidenschaftlich. Dieser Teil der Geschichte nahm sehr viel Platz in der  gesamten Geschichte ein und machte die guten Aspekte des Buches etwas nieder.

Aber nichtsdestotrotz, wenn man mit den „langweiligen Teil“ erstmal fertig ist, wird man mit einem spannenden Finale belohnt, der die fortlaufende Geschichte in der gesamten Trilogie viel Potenzial schenkt.

Fazit:

Der erste Band der „Auslese“ Trilogie hat zwar ein interessantes Konzept, welches aber etwas flach und bekannt vorkommt. Aber obwohl das Buch streckenweise sehr langatmig ist, kann das Buch an einigen Stellen sehr spannend sein und mit einer sympatischen Protagonistin überzeugen.

3,5

Buchtrailer (Englisch):

Infos zur Reihe:

In der Original, als auch in der deutschen Sprache ist bisher nur der erste Teil erhältlich. Im Englischen wird der zweite 2014 unter dem Titel „Independent Study“ erscheinen. Dann gibt es auch im Englischen eine Kurzgeschichte die Chronologisch vor dem ersten Band spielt, „The Testing Guide“.

 

Vielen dank an den Penhaligon Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares

 

 

August Pullmans wunderbare Geschichte: Wonder – R.J. Palacio

wonder

Taschenbuch 320 Seiten

Erschienen im Corgi Childrens Verlag

Preis: 7,90 €

Deutsche Ausgabe: Wunder

Englisch Niveau:

A wie Einfach 

Kurzbeschreibung:

August ist von innen ein normales Zehnjähriges Kind, welches gern Videospiele spielt und Eiscreme total liebt. Aber von außen ist er nicht so ein gewöhnliches Kind. Aufgrund einer Gesichtsanomalie werfen ihn Leute komische Blicke zu oder Kinder rennen erschreckt weg oder zeigen neugierig auf ihn. Aber August hat sich an die Reaktionen durch sein entstelltes Gesicht gewöhnt und versucht damit klar zu kommen. Bis seine Mutter ihn eines Tages sagt, dass er nicht mehr Zuhause unterrichtet werden soll, sondern zum aller ersten mal zu einer öffentlichen Schule gehen soll.

Meine Meinung:

Ich würde mich als tolerant bezeichnen, denn ich stehe allen Menschen offen gegenüber, egal was für einen Glauben sie haben möchten, oder wie sie aussehen, für mich kommt es auf die Persönlichkeit an. Aber dennoch erwische ich mich zweimal auf ein Jungen mit Down Syndrom blicken oder ich erwische mich wie ich mich noch einmal umdrehe um das Mädchen ohne Arme anzustarren und jedes mal bilde ich mir meine Meinung und gehe weiter. Aber wie fühlt sich die beobachtete Person wenn sie meinen neugierigen Blick bemerkt? Unwohl, gleichgültig, beleidigt? Um das herauszufinden habe ich zu „Wonder“ gegriffen. Und jetzt bin ich schlauer was das angeht und fühle mich für jeden „sensationsgierigen zweiten Blick“ total schuldig.

Dieses Gefühl hatte ich zum einem aufgrund der Charaktere, vor allen natürlich August. August ist ein so liebevoller und menschlicher Junge, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Seine lieben Worte und unschuldigen Gedanken wirkten nie aufgezwungen, so als wenn man einen Charakterer das Liebenswerte ins Gesicht drücken will, es wirkte selbstverständlich, als ob alles aus dem Mund diesen Jungen total ehrlich rüberkommt. Ich fand es toll, dass die Autorin mit August zwar einen Charakterer erschaffen hat, der sehr sympatisch ist, aber dennoch seine Macken hat. Ich mochte es, dass August mal seine Wut raus ließ oder einfach mal ein „unanständiges“ Wort benutzte, denn das machte ihn menschlich, denn genau darum geht es doch: August ist ein Mensch, vielleicht sogar ein ganz besonderer Mensch, im positiven Sinne. Dieser Aspekt hat meinen Blick auf „solche Menschen“ hoffentlich geändert, denn vielleicht ist der Junge, der eine seltsam proportionierte Nase hat, auch so nett und liebevoll wie August.

R.J. Palacio hat einen wirklich liebevollen Schreibstil, denn sie bei August, aber auch bei anderen Charakteren toll einsetzt. Sie schreibt poetisch, aber dennoch ehrlich und es wirkte kein Satz übertrieben, sondern genau am richtigen Platz. Auch ganz toll fand ich die Entscheidung der Autorin, die Geschichte nicht ausschließlich von August Sicht zu erzählen, sondern auch mal zu anderen Charakteren zu wechseln, die dann von ihren „Erfahrungen“ berichten. Sie hat Charaktere ausgewählt die immer einen besonderen Draht zu August hatten, z.B. seine beschützende Schwester, seinen besten Freund oder auch mal aus der Sicht eines Fremden, der zum allerersten auf August trifft. So konnte man die Gefühlte der außenstehenden nachvollziehen, welche natürlich auch irgendwie durch die Situation belastet werden. So hatte (fast) jeder Charakter die nötige Portion menschliche Macken und liebenswerte Züge. Außer natürlich die, die August nicht gut behandeln, wobei man aber immer den Denkanstoß bekommt: würde ich nicht auch so reagieren?

Die Handlung ist nicht rasant, aber wirkt nie langatmig. Es passieren mal Wendungen, aber nie allzu schockierende oder action ladene, da es halt authentisch aus dem Leben berichtet. Dieses Buch wird durch seine Charaktere und ihre Emotionen getragen. Und bei so tollen Charakteren braucht man einfach keine wendungsreiche Handlung.

Fazit:

„Wonder“ ist ein emotionsgeladenes Buch, dass durch seine authentischen und liebenswerten Charakteren im Literaturmarkt stark heraussticht. Es erzählt herzerwährmend von Liebe, Freundschaft und Toleranz. Mehr als Lesenswert!

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Buchtrailer (Englisch):

Zwei Spannende [Quickies]: Kalte Berechnung und Der Teufel am Hals

Ich bin ein großer Fan von Thrillern. Ich liebe es wenn es spannend, blutig und mysteriös ist und wenn der Autor es mir schier unmöglich macht, dass Buch aus der Hand zu legen. Bei einigen Büchern aber, die einen Umfang von 300-400 Seiten haben, ist es für mich schwierig so ein Buch in einem Rutsch zu lesen. Aber heute will ich euch zwei Kurzgeschichten empfehlen, die man perfekt an einem Abend weg lesen kann. Beide Geschichten sind spannend und wirklich wie nichts verschlungen. Ein Buch erzählt eine Geschichte einer verletzen Frau und das andere die Geschichte eines Mannes am Höhepunkt seiner Qualen.

Vorab will ich aber noch betonen, dass ich hier nicht eigene Kurzbeschreibungen verfasse. Es fällt mir sonst nicht schwer, Kurzbeschreibungen zu schreiben, die nicht zu viel und auch nicht zu wenig von der Handlung erzählen, aber bei solchen kurzen Geschichten habe ich doch etwas Angst, weshalb ich auf die Kurzbeschreibungen von Amazon.de zurückgreife 😀

Kalte Berechnung von Stefanie Maucher:

KALTE BERECHNUNGKurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de):

Er denkt, er kann sie kontrollieren.
Er denkt, sie wird ihm ihre Unschuld schenken.
Er weiß noch nicht, auf was er sich eingelassen hat …

Hand auf’s Herz: Wenn Sie hören, dass ein Kind missbraucht wurde – hegen Sie dann nicht auch für einen Moment den Wunsch, den Mistkerl zu bestrafen? Nur: Was passiert, wenn jemand es wirklich tut?

Meine (kurze) Meinung: Diese Geschichte behandelt ein sehr brisantes Thema: Onlinebekannschaften und damit verbundene Gefahren! Dabei erzählt sie von der Sicht einer jungen Frau die sich gerade mit einer solchen Onlinebekanntschaft trifft. So wirkt die Geschichte am Anfang ziemlich angespannt, da man sehr in das nervöse Innenleben der Protagonistin eintauscht und so denkt man auch das die Geschichte in einer bestimmten Richtung geht: bis Stefanie Maucher mit einer Wendung die komplette Geschichte in eine andere Richtung lenkt. Und bis zum bitteren Ende hin erzählt die Autorin auch konsequent diese brisante Geschichte.

                                                                                  

Das war die erste Geschichte die ich euch sehr empfehlen kann! Und mit ihren nur 44 eBook Seiten ist es eine kurze spannende Unterhaltung und mit den nur 2,99€ auch noch sehr preiswert.

Hier kommt nun aber die nächste Kurzgeschichte. Diese habe ich erst kürzlich gelesen und war sehr begeistert!

                                                                                                                                                               

Den Teufel am Hals von Stefan M. Fischer

runde teufelKurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de):

Sie lag da. Leblos. Arme und Beine unnatürlich verrenkt. Ein See aus Blut breitete sich unter ihrem Körper aus.
Wissen Sie, wie es ist, zuzusehen, wie die eigene Mutter von einem Dämon getötet wird? Und man Schuld daran hat?

Seitdem Sebastian als Teenager einen Dämon beschworen und damit ein tödliches Unglück ausgelöst hat, wird er von Halluzinationen geplagt.
Eines Morgens muss er in der Zeitung lesen, dass er unter Mordanklage steht. Beim Durchblättern der Zeitung ist der Bericht dann aber nicht mehr auffindbar. Spielen ihm seine Sinne erneut einen Streich?
Bald darauf stellt er fest, dass er in die Zukunft blicken kann und er einen Mord verhindern muss …

Meine (kurze) Meinung:

Auf einer meiner regelmäßigen Amazon-Stöber-Runden habe ich dieses Buch entdeckt. Es hörte sich gut an und war sehr günstig als eBook weshalb ich es mir als solches auch kaufte. Ich bin sehr froh über diesen Glücksgriff! Die Geschichte wird direkt mit einer surrealen und mysteriösen Szene eingeleitet und erzeugt direkt eine sehr düstere Atmosphäre für die fortlaufende Geschichte.  Die Geschichte nimmt in seinen kurzen Umfang viele unerwartete Wendungen, weshalb die  126 Seiten  sich wie nichts weg gelesen haben!  Der Autor gibt den Leser durch Sebastians Halluzinationen immer kleine Hinweise, aber verwirrte ihn gleichermaßen. Und bis zum Ende hin tappt der Leser im dunkeln bis Stefan M. Fischer die Handlung mit einem schockierenden Finale abschließt.

                                                                                    

Das waren die beiden Kurzgeschichten/Novellen die ich euch heute empfehlen wollte. Ich hoffe, dass ihr euch diese vielleicht mal näher anschaut oder vielleicht sogar herunterlädt (oder „Der Teufel am Herz“ als Broschur kauft, „Kalte Berechnung“ ist bisher nur als eBook erhältlich). Mit einem Klick auf die jeweiligen Cover gelangt ihr auf die Amazon Seiten.

Ich hoffe, euch hat dieser etwas andere Beitrag auch gefallen! Ich werde versuchen hin und wieder einen ähnlichen Artikel zu posten, denn hiermit leite ich die „Quickies“ Reihe ein, in der ich euch kurze unterhaltsame Geschichten präsentiere. Unter „Blogpost-Reihen“ werde ich all meine bisher angefangene Reihen protokollieren und vielleicht schaut ihr mal vorbei! 😀

Das war es schon,

Have a good one, bye!

Gefühle sind verboten. Elysia fühlt: BETA – Rachel Cohn

BETA

Gebundene Ausgabe 416 Seiten

Erschienen im cbt Verlag

Preis: 17,99€

Band 1 der Annex Serie

Originaltitel: BETA

Kurzbeschreibung:

Auf Demense ist alles perfekt – aufgrund des speziellen Stoffes in der Luft auf der Insel herrscht ein harmonisches Klima zwischen den Menschen und in ihnen. Diese Insel ist nur den reichen vorbehalten, und diese können natürlich nicht ohne Diener leben. Aber menschliche Diener, die von außerhalb eingeflogen werden verfallen der Insel so sehr, dass sie sich weigern zu arbeiten und nur das Leben genießen wollen. Darum hat man Klone erschaffen. Sie verfallen der Insel nicht und dienen tadellos, da sie kein Verlangen haben, da sie keine Gefühle haben. So sollte es jedenfalls sein. Elysia, Beta Modell einer neuen Teen Klon Reihe, kann fühlen, aber sie muss es geheim halten, denn defekte Klone werden umgebracht.

Meine Meinung:

Das Buch hat mich wirklich im Zwiespalt zurückgelassen. Ich hab es wirklich nicht gehasst, aber als ich das Buch zugeschlagen habe, war ich auch nicht begeistert. Es war einfach ende. Mehr nicht. Obwohl es ziemlich gut angefangen hat, weshalb ihr möglicherweise oft „Aber ab der Hälfte“ lesen werdet.

Eine Sache die ich dem Buch positiv anmerken will, ist die Atmosphäre. Rachel Cohn konnte diese etwas traumähnliche, seltsam harmonische Stimmung gut rüberbringen. Es war so, als ob man auf der Insel wäre und auch diese Luft einatmen würde, denn man konnte sich total entspannen, aber es wirkte alles dennoch verstörend, die Atmosphäre hatte immer eine subtile, immer weiter steigende Spannung dabei. Obwohl es ab der Hälfte etwas schwächelte, war die Atmosphäre wirklich gut gemacht. Im ganzen wirkte die erste Hälfte des Buches wie ein seltsamer Traum.

Die Charaktere trugen dazu auch reichlich bei. Elysia, unsere Protagonistin, war mir am Anfang wirklich sympathisch, ihre weltfremde Art war lustig und liebenswert. Bis aber dann ab der Hälfte Rachel Cohn eine Liebesgeschichte einwerfen wollte, war sie so menschlich, dass es nervte, aber zu der Liebesgeschichte kommen wir gleich nochmal zu sprechen. Die Nebencharaktere fand ich auch sehr gut. Ich fand toll wie hinterhältig sie waren. Aus der Sicht von Elysia wurde es gut deutlich. Die Bewohner der Insel behandelten sie wie einen Mensch zweiter Klasse und ließen sich gern an ihr aus, wobei sich der ein oder andere Charakter wirklich als ziemlich gestört herausstellte und die netten Masken anderer fielen.

Weniger gut dahingegen fand ich die Handlung. In der ersten Hälfte war sie zwar auch nicht rasant, aber auch nicht langweilig. Es wurden immer mehr kleine Hinweise aufgedeckt und alles deutete darauf hin, dass die zweite Hälfte total spannend wird – Verrat, Betrug, Krieg, es war so vielversprechend, aber leider Pusteblume. Weil Rachel Cohn ihre ziemlich originelle Idee in die Klischee Schublade der Jugendbücher stecken wollte, hatte sie gleich eine Romanze eingebaut.

Die Liebe zwischen Elysia und Thair war wirklich nicht überzeugend. Es wirkte langweilig und gar nicht leidenschaftlich oder authentisch. Aber diese Grau in Grau Liebeshandlung wollte Rachel Cohn aber dennoch durch die ganze zweite Hälfte ziehen. Das ganze Klon Ding rückte in den Hintergrund und musste der platten Liebesgeschichte leider Platz machen.

Aber das Ende war dann dennoch rasant. Es wurde eine Wendung nach der anderen eingebaut und es wurde dann endlich wieder spannend. Aber leider erst ziemlich spät, ich hätte mir gewünscht, dass die zweite Hälfte spannender wäre, mehr vom Hintergrund der Insel erzählt, was für ein Geheimnis sie birgt, aber leider kam das zu kurz, aber aufgrund dem Ende bin ich guter Dinge, dass der nächste Teil besser wird.

Fazit:

„BETA“ begann vielversprechend – mit tollen Charakteren, faszinierender Atmosphäre und interessantem Plot, aber entwickelte sich ab der Hälfte zu sehr zu einer Liebesgeschichte und verspielte viel Potenzial.

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Buchtrailer (Deutsch):

Infos zur Reihe:

Der erste Band der „Annex“ Serie, ist auch der einzig bisher veröffentlichte, in Deutschland und auch in Englisch. Der zweite und dritte Band soll in den USA 2014 erscheinen und der zweite wird „Emergent“ heißen. Es soll vier geben.

Deutsche Ausgabe

Englische Ausgabe